Sozialpädagogische Familienhilfe

Erziehungsbeistandschaft

Begleiteter Umgang

Flexible Hilfen/ Intensives Familientraining


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Intensives FamilientrainingUnser Familientraining in unserer Trainingswohnung im Kinder- & Familienhaus St.Paul verbindet die Kernelemente der klassischen ambulanten, systemisch ausgerichteten Sozialpädagogischen Familienhilfe in einem stationären pädagogischen Setting mit expliziter Verlaufskontrolle und flexiblen Einsatzmöglichkeiten.

Ziel des Familientrainings ist es, die Fremdunterbringung von Kindern zu vermeiden. Dies geschieht, indem wir Familien in Krisensituationen intensiv dabei unterstützen, die Funktion der Familien als Erziehungs- und Versorgungsnetzwerk zum Verbleib der Kinder in der Familie zu reaktivieren bzw. einzuüben. Dafür sollen die Familien zunächst aus ihrem gewohnten Umfeld herausgelöst werden, stationär in unserer Trainingswohnung einziehen und außerhalb ihres gewohnten Umfelds die zum Familienerhalt erforderlichen Funktionen einüben.

In einem zweiten Schritt erfolgen die Zielfestigung und die Stabilisierung erreichter Erfolge durch unsere Fachkräfte. Dafür initiieren und begleiten wir die Transferlernprozesse im gewohnten Umfeld der Familie. Gegebenenfalls Zwischenaufenthalte im stationären Setting sind möglich.mehr lesen
Sozialpädagogische FamilienhilfeSozialpädagogische Familienhilfe ist eine Form personeller Erziehungshilfe in und mit der Familie. Sie soll durch intensive Betreuung und Begleitung Familien in ihren Erziehungsaufgaben und bei der Bewältigung von Alltagsproblemen und Konflikten unterstützen und Hilfe zur Selbsthilfe geben.

Sozialpädagogische Familienhilfe ist durch eine „Gehstruktur“ gekennzeichnet, d.h., das Unterstützungsangebot findet vorrangig im Milieu des Klienten und dessen Subsystemen statt. Zum Teil sind Treffen mit dem Klienten außerhalb des eigenen Systems notwendig, um die Zielvereinbarungen zu erfüllen.

Sozialpädagogische Familienhilfe arbeitet auf der methodischen Grundlage der Einzelfallhilfe unter Berücksichtigung multimodaler Didaktik. Im Mittelpunkt des pädagogischen Handelns steht die Familie. Sozialpädagogische Familienhilfe arbeitet intensiv und ambulant, ist auf die Familie und ihr umgebendes System ausgerichtet. Sozialpädagogische Familienhilfe setzt je nach Auftragslage an unterschiedlichen Arbeitsschwerpunkten an und verfolgt damit unterschiedliche Zielsetzungen.mehr lesen
Erziehungsbeistandschaft & BetreuungsweisungenErziehungsbeistandschaft arbeitet ambulant im Sinne der Einzelfallhilfe und bietet bei entwicklungs-gefährdenden Problemen von Kindern und Jugendlichen adäquate Lösungsansätze. Im Fokus der Erziehungshilfe steht das Kind bzw. der Jugendliche. Erziehungsbeistandschaft berücksichtigt im Hilfeprozess das gesamte soziale System des Hilfeempfängers.

Erziehungsbeistandschaft berät, unterstützt und befähigt Eltern bei auftretenden familiären Konfliktlagen in der Familie und damit verbundenen Erziehungs-, Tätigkeits- und Leistungsproblemen des Kindes bzw. Jugendlichen sowie bei psychischen und substanzgebundenen Problemen bei Kindern, Jugendlichen und Erziehungspersonen.

Erziehungsbeistandschaft begleitet unterstützend den Verselbstständigungsprozess von Jugendlichen im Übergang zum betreuten Jugendwohnen oder sonstige betreute Wohnformen, beim Übergang in eine eigene Wohnung bzw. zu einer selbst bestimmten Lebensform.

In enger Zusammenarbeit mit dem Lehrpersonal begleitet Erziehungsbeistandschaft Schulbesuche an der regionalen Förderschule für soziale und emotionale Entwicklung.

Nach dem Psychiatrieaufenthalt eines Kindes bzw. Jugendlichen organisiert Erziehungsbeistandschaft ein unterstützendes System bzw. befähigt das existente umgebende System zum adäquaten Umgang mit dem Klienten.

Erziehungsbeistandschaft ist auch zur Unterstützung als Erziehungsmaßregel bzw. Betreuungsweisung nach § 12 JGG angezeigt. Hier thematisiert Erziehungsbeistandschaft neben den oben aufgeführten Schwerpunkten ebenfalls das zur Maßnahme geführte strafrechtlich relevante Verhalten des Jugendlichen. Der Betreuungshelfer bietet dem Jugendlichen Unterstützung, das aus der Vergangenheit strafrechtlich relevante Verhalten zu reflektieren, um zukünftig nicht mehr strafrechtlich in Erscheinung zu treten.mehr lesen
Fachkräfte!Unsere pädagogischen Mitarbeiter/innen der aufsuchenden Hilfen sind ausschließlich Fachpersonal unter Berücksichtigung der Fachkräfteverordnung gem. §§ 72f SGB VIII. Sie haben ein abgeschlossenes Studium oder eine Erzieherausbildung mit einschlägigen Fortbidungen und langer Berufserfahrung. Unsere pädagogischen Mitarbeiter/innen arbeiten auf der Grundlage eines Anforderungsprofils für ihren Tätigkeitsbereich.

Dem Arbeitsbereich „Aufsuchende Hilfen“ ist eine Bereichsleitung mit Beratungs- und Koordinierungsfunktion zugeordnet.

Die Bereichsleitung steht den in den Familien tätigen Fachkräften bei Bedarf zur Fachberatung zur Verfügung. Die Fachkräfte können externe Supervision in Anspruch nehmen. Die Supervision wird durch den Träger bereitgestellt.

Unsere Leistungen werden auf Basis von Fachleistungsstunden erbracht und abgerechnet. Die Höhe des monatlichen Fachleistungsstundenbudgets für die jungen Menschen/ Familien wird im Rahmen der Hilfeplanung vereinbart.

So gewährleisten wir eine durchgängig hohe Beratungsqualität.mehr lesen
Begleiteter Umgang„Kinder und Jugendliche haben Anspruch auf Beratung und Unterstützung bei der Ausübung des Umgangsrechts nach § 1684 Abs. 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs. Sie sollen darin unterstützt werden, dass die Personen, die nach Maßgabe der §§ 1684, 1685 und 1686a des Bürgerlichen Gesetzbuchs zum Umgang mit ihnen berechtigt sind, von diesem Recht zu ihrem Wohl Gebrauch machen“ (§ 18 Absatz 3 SGB VIII).

Wir orientieren uns an den Deutschen Standards zum begleiteten Umgang und unseren nachfolgenden fachlichen Kriterien:
- Umsetzung der Hilfe von einer erfahrenen Fachkraft des Arbeitsbereich aufsuchende Hilfen mit entsprechend reichem Methodenrepertoire;
- Durchführung üblicherweise an einem neutralen Ort (außerhalb des gewöhnlichen Aufenthaltsortes des Kindes/ Jugendlichen) – wir halten einen entsprechenden Raum vor;
- spezifisches Setting entsprechend der erforderlichen Umgangsform: unterstützter Umgang, begleiteter Umgang im engeren Sinne und beaufsichtigter Umgang.
- Die Umgänge werden von der durchführenden Fachkraft dokumentiert; nach Absprache sind hier auch Berichterstattungen an die auftraggebende Institution vorgesehen.mehr lesen