Mutter/Vater-Kind-Wohngemeinschaft St.Paul
8 Plätze, Aufnahmealter ab 16 Jahre - 54516 Wittlich-St.Paul

Betreutes Wohnen für Mutter/Vater-Kind
Aufnahmealter ab 16 Jahre


Informationen

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Neues Konzept - neues Haus!Wir sind ungezogen!

Nach 10 erfolgreichen Jahren im Kinder- und Familienhaus St.Paul ist die Mutter/Vater-Kind-Wohngemeinschaft in ein neues Haus umgezogen.

Hier steht jetzt auf ca. 565 qm jede Menge Platz zur Verfügung, um 8 jungen Familien einen Wohnplatz zu bieten.
Die „Mutter-/Vater-Kind-Wohngemeinschaft St.Paul“ ist ein intensivpädagogisches Angebot mit 24-Stunden-Betreuung für alleinerziehende Eltern und deren Kinder.mehr lesen
Mutter/Vater-Kind-Wohngemeinschaft St.PaulDie Mutter/Vater-Kind Wohngemeinschaft befindet sich mit ihren Wohn-, Schlaf- und Aufenthaltsräumen im „Kinder- & Familienhaus St.Paul“. Etwa 565 qm Wohnfläche bieten ausreichend Platz für 8 Zweiraumappartements (à ca. 25qm), fünf Bäder und zwei Gästetoiletten, zwei Trainingsbadezimmer, einen Kinderbetreuungsraum, zwei offene Wohn-Ess-Bereiche (je ca. 35 qm), verschiedenen Ruhe- und Beschäftigungsräume, Wirtschaftsräume sowie für ein Dienstzimmer der Mitarbeiter*innen für Büroarbeiten und die Nachtwache.

Wir arbeiten in der Mutter/Vater-Kind-Wohngemeinschaft im Alltag in zwei Kleingruppen mit je 4 Familien. Damit erreichen wir eine hohe Betreuungskontinuität, weniger Bewegungsverkehr innerhalb der Wohngemeinschaft und damit eine entspannte und ruhige Atmosphäre.

Ein Betreuungsplatz ist barrierefrei.

Die hauswirtschaftliche Versorgung (Einkauf, Zubereitung der Mahlzeiten, Wäscheversorgung, Reinigung) der Bewohner*innen übernehmen großteils die Hauswirtschafts - und Reinigungskräfte.
Entsprechend unserem Phasenkonzept werden die Familie in die Übernahme dieser Tätigkeiten nach und nach von den Fachkräften eingebunden.
Die Eltern haben die Möglichkeit, mit den Fachkräften ihre hauswirtschaftlichen Kompetenzen zu schulen und zu entwickeln.
Für die regelmäßige Reinigung ihrer persönlichen Appartements sind die Bewohner*innen zuständig.mehr lesen
Zielgruppe der WohngemeinschaftAufnahme in unser Angebot finden alleinerziehende Eltern ab 16 Jahren mit mindestens einem Kind unter 6 Jahren, sowie Schwangere ab 16 Jahre. Nach eingehender Fallprüfung ist das Angebot zudem offen für die Betreuung von jungen Elternpaaren mit Kind(ern) und jüngeren Eltern.

Das intensive pädagogische Betreuungssetting bedeutet eine hohe persönliche Anforderung für die Eltern. Daraus resultieren folgende Voraussetzungen an unsere Zielgruppe:
* sie sollen bereit sein, an einer Verbesserung ihrer Situation zu arbeiten (Einsicht in den Hilfebedarf, Motivation),
* sie sollen sich auf die angebotene Unterstützung der Fachkräfte einlassen können (Bereitschaft und Fähigkeit zur Annahme professioneller Hilfe),
* sie sollen bereit sein, verlässlich mit den Fachkräften zusammen zu arbeiten und Vereinbarungen einzuhalten,
* sie müssen in der Lage sein, kurze Zeiträume ohne die Unterstützung der Fachkräfte gemeinsam mit ihrem Kind zu verbringen, ohne dabei das Kindeswohl zu gefährden.mehr lesen
Ziele in der WohngemeinschaftDas Leitziel unserer „Mutter-/Vater-Kind-Wohngemeinschaft St.Paul“ ist die vielfältige Unterstützung der alleinerziehenden Eltern bei der Suche und Orientierung in ihrer Rolle als Mutter/Vater. Unter Berücksichtigung des Kindeswohls lernen die Eltern schrittweise, die Erziehungsverantwortung für ihr Kind/ ihre Kinder zu übernehmen. Hierbei befinden sie sich in einer geschützten, wertschätzenden Umgebung, in der ihre Elternrolle absolut geachtet wird, und ihre eingeschränkte Erziehungsfähigkeit alleine als eine Entwicklungsaufgabe berücksichtigt wird. Nach und nach werden die komplexen Anforderungen an die Elternrolle unter Anleitung und Begleitung beschrieben, reflektiert, erlernt und erprobt. Ein positiver Bindungsaufbau zwischen Eltern und Kind steht hierbei immer an erster Stelle.

Die Zielperspektiven können sein:
* Entwicklung einer positiven Beziehung zwischen Eltern/ alleinerziehendem Elternteil und Kind/ Kindern
emotionale und psychische Stabilisierung des alleinerziehenden Elternteils,
* die Vorbereitung auf eine selbstständige Lebensführung als verantwortungsvolle Erziehungsberechtigte/r,
* die gemeinsame Erarbeitung einer schulischen und/oder beruflichen Perspektive,
* die Vorbereitung auf eine passende Anschlussmaßnahme,
* der Aufbau einer konstanten Beziehung zwischen Kind/ Kindern und „abwesendem“ Elternteil
bei Elternpaaren die elterliche Rollenfindung in der Paarbeziehung,
* die Erarbeitung einer alternativen Zukunftsperspektive für die Kinder, wenn die alleinerziehenden Eltern absehbar nicht dazu befähigt werden können, die Versorgung und Erziehung ihres Kindes zu selbst zu leisten; wir bereiten gemeinsam mit den Eltern und in Abstimmung mit der öffentlichen Jugendhilfe die Überleitung in eine Pflegefamilie, Heimeinrichtung oder Adoption vor.

Wir arbeiten mit den Familien in einem über vier Phasen gegliederten Ablauf auf die Ziele hin (Klärung der Aufnahme; Orientierung; Stabilisierung; Verselbstständigung). Die Strukturierung der Hilfemaßnahme in ein Phasenmodell unterstützt alle Beteiligten bei der Wahrnehmung der Aufgaben und der erreichten Ziele.

Wir unterstützen die Eltern in der Form, dass sie ihre persönlich formulierten, sinnvollen Ziele innerhalb eines Zeitraumes erreichen können, der für sie und ihr Kind/ ihre Kinder geeignet ist.
Um ein Einlassen auf die Hilfe zu ermöglichen und eine anschließende Überforderung zu vermeiden, ist eine Verweildauer von mindestens einem Jahr wünschenswert und richtungsweisend. Fordert der individuelle Bedarf eine längere Verweildauer, so ist dies unter Berücksichtigung der Wahrung des Kindeswohls unbedingt unterstützungswürdig
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Betreuungsumfang in der WohngemeinschaftDie Wohngemeinschaft St.Paul ist ein intensivpädagogisches Angebot mit 24h Betreuung.
Bei Aufnahme in die Mutter-/Vater-Kind-Wohngemeinschaft St. Paul erfahren die Familien direkte Entlastung, indem sie in vielen Bereichen ihrer Erziehungsverantwortung unterstützt und begleitet werden. Nicht nur unsere Gruppenstrukturen, sondern vielmehr auch die enge Alltagsbegleitung geben vor allem zu Beginn Sicherheit und Orientierung. Die Begleitung bei tägliche Aufgaben rund um die Versorgung des Kindes, Gruppenpflichten etc. ist zunächst eng, wird im Verlauf der Maßnahme unter Berücksichtigung der individuellen Entwicklungen im Einzelfall angepasst und verringert. Bei aller Unterstützung und Entlastung achten wir in besonderem Maße darauf, die Eltern in ihrer Rolle als Mutter/Vater nicht zu beschneiden. Die Erfüllung der Elternrolle, die maßgeblich mit der Versorgung und Betreuung des eigenen Kindes einhergeht, ist eines der vordergründigen Ziele in einem von uns geleiteten Hilfeprozess.
Wiederkehrende, regelmäßige Alltagsangebote im Rahmen der Gruppenabläufe (z.B. Kreativangebote, feste Essenszeiten, Gartenprojekte, Spaziergänge) bieten zusätzlich Halt und Orientierung für Eltern wie Kinder und eröffnen neue Erfahrungsräume, die wiederum zu einer positiven Entwicklung des Selbstwertes beitragen.
Den (werdenden) Eltern wird damit ein geschützter Rahmen geboten, um die neue Verantwortung als Elternteil hineinzuwachsen. Hierbei wird immer auch die Persönlichkeitsentwicklung der Eltern in den Blick genommen, indem gezielt Settings geschaffen werden, die die Erfahrung von Selbstwirksamkeit fördern.
Die eigenverantwortliche Reinigung der eigenen, selbstbewohnten Räumlichkeiten bietet zusätzlich die Möglichkeit, Raumpflege einzutrainieren, ohne eine direkte Überforderung herbeizuführen.

Im Verlauf der Maßnahme erfolgt die regelmäßige Auswertung im Fachteam und unter Beteiligung der Familie, inwieweit die Übernahme von Verantwortung für bestimmte Lebensbereiche ausgeweitet werden kann (z.B. Übernahme von Koch - u. Einkaufsdiensten, selbstständige Wäschepflege, Regelung behördlicher und institutioneller Angelegenheiten, Arzttermine, usw.).
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Betreutes Wohnen für Mutter/Vater-Kind in der eigenen WohnungDas Anschlusskonzept bei Bergfried sieht vor, jedem jungen Menschen für seine Bedürfnisse das passende Konzept zu bieten. Die jungen Familien der Mutter/Vater-Kind-Wohngemeinschaft können bei ausreichend vorhandener Selbständigkeit, unter Berücksichtigung der Hilfeplanung, in das Betreute Einzelwohnen für Mutter/Vater-Kind unserer Einrichtung oder die ambulante Unterstützung (Sozialpädagogische Familienhilfe) wechseln.
Wie bei Bergfried üblich, profitieren die ins Betreute Einzelwohnen wechselnden jungen Menschen von erlebten und gewachsenen Strukturen in der Einrichtung.

Die Wohnungen für die jungen Familien werden in der Regel auf dem freien, örtlichen Wohnungsmarkt angemietet. Für Übergangs- und Trainingszeiten können die jungen Familien auch unsere Trainingswohnung im Kinder- & Familienhaus St.Paul nutzen.

Die jungen Familien werden im Rahmen von Fachleistungsstunden betreut. Das monatliche Fachleistungsstundenbudget wird im Rahmen des Hilfeplanverfahrens gemeinsam festgelegt.
Rufbereitschaft ist Tag und Nacht, auch an Wochenend- und Feiertagen durch das Team „Betreutes Wohnen“ gewährleistet.mehr lesen
Familienstelle Becker - KriseninterventionDie „Familienstelle Becker“ steht ausschließlich zur Betreuung eines Kindes in Krisensituationen aus unserer Mutter/Vater-Kind-Betreuung zur Verfügung. Die Unterbringung in der „Familienstelle Becker“ wird in der Regel dann erforderlich, wenn die Eltern die Betreuung und Versorgung ihres Kindes in unserer Mutter/Vater-Kind-Betreuung nicht mehr (selbstständig) erfüllen können.
Die Unterbringung in der „Familienstelle Becker“ ist als Krisenintervention vorgesehen, um dem Kind in einer Notsituation einen geeigneten und geschützten Lebensort zu bieten, bis eine andere, langfristige Unterbringungsperspektive wieder bereit steht bzw. gefunden ist.mehr lesen