Mutter/Vater-Kind-Wohngemeinschaft St.Paul
4 Plätze, Aufnahmealter ab 16 Jahre - 54516 Wittlich-St.Paul

Betreutes Wohnen für Mutter/Vater-Kind
Aufnahmealter ab 16 Jahre

Informationen
mehr lesen
ZielgruppeUnsere Leistungen in der „Mutter/Vater-Kind-Wohngemeinschaft St.Paul“ entsprechen der Hilfeerbringung gem. § 19 SGB VIII bzw. §§ 27, 34, 42 SGB VIII und orientieren sich an den durch das Kinder- und Jugendhilfegesetz begleitend geltenden Bestimmungen.

Die „Mutter/Vater-Kind-Wohngemeinschaft St.Paul“ist ein vollstationäres Angebot der Kinder- und Jugendhilfe. Wir bieten Platz für vier alleinerziehende Elternteile mit maximal zwei Kindern bzw. Frauen in der Schwangerschaft. Die aufzunehmenden Familien und Schwangeren brauchen aufgrund ihrer Lebensbedingungen für sich und ihr Kind einen geschützten Ort zum Leben.

Mit der besonderen Betreuungsform resultieren folgende Anforderungen an unserer Zielgruppe:
- sie sollten dazu bereit sein, an einer Verbesserung ihrer Situation zu arbeiten,
- sie sollten die angebotene Unterstützung der Fachkräfte nutzen und
- sie sollten in der Lage sein, Zeiten ohne direkte Betreuung durch unsere Fachkräfte gemeinsam mit ihrem Kind zu verbringen, ohne dabei das Kindeswohl zu gefährden.

Folgende Kriterien sind wünschenswert, stellen aber gleichermaßen eine vordergründiges Zielper-spektive der Maßnahme dar:
- sie besitzen die Grundkompetenz, Handeln zu planen und daraus resultierende Folgen abzuschätzen und
- sie erbringen Betreuungsleistungen für das Kind nach Anleitung und nach Absprache mit den Fachkräften.
mehr lesen
ZieleDas Leitziel unserer „Mutter/Vater-Kind-Wohngemeinschaft St.Paul“ ist die Verselbständigung der alleinerziehenden Eltern unter Berücksichtigung des Kindeswohls. Die Erziehungsverantwortung für die Kinder und die Verantwortung für die Betreuung der Kinder verbleibt bei ihren Eltern. Wir unterstützen dort wo es nötig ist, damit die Eltern diese große Verantwortung „dosiert“ übernehmen lernen. D.h, die Eltern sollen prioritär unter Sicherstellung des Kindeswohls lernen, Verantwortung für ihr Kind zu übernehmen.

Die Zielperspektiven können sein:
- die Vorbereitung auf ein Leben außerhalb der stationären Jugendhilfe,
- die Vorbereitung auf und Überleitung in ein betreutes Einzelwohnen und
- die Erarbeitung einer alternativen Zukunftsperspektive des Kindes. Wenn die alleinerziehenden Eltern absehbar nicht dazu befähigt werden können, die Versorgung und Erziehung ihres Kindes zu verantworten, bereiten wir in Abstimmung mit der öffentlichen Jugendhilfe die Überleitung in eine Pflegefamilie, Heimeinrichtung oder Adoption vor.

Wir erreichen die o.g. Zielsetzungen, indem wir mit den Familien eine phasengeleitete Form der Zusammenarbeit einhalten. Nach dem Erreichen der Teilziele in der jeweiligen Phase schließt die darauffolgende Phase an. Die Zeiträume der Phasen sind für uns richtungsweisend und können im Einzelfall variieren. Wir unterstützen die Mütter/Väter derart, dass sie die formulierten Ziele innerhalb eines Jahres erreichen, ggf. ist es erforderlich, die Maßnahme um eine dem Hilfebedarf angemessene Zeit der Unterstützung in unserer Gruppe zu verlängern.

Phase 1 – Diagnose und Entlastung (Zeitraum Monat 1 bis 6)
Phase II – Unterstützung und Befähigung (Zeitraum Monat 3 bis 10)
Phase III – Verselbständigung und Zukunftsperspektive (Zeitraum Monat 8 bis 12)mehr lesen
Betreuungslücke schließenDie „Mutter/Vater-Kind-Wohngemeinschaft St.Paul“ schließt die Betreuungslücke zwischen einem „klassischen Mutter-Kind-Heim“ einerseits und dem betreuten Mutter/Vater-Kind-Wohnen in eigenen Wohnungen andererseits.

Sie ist als ein Teil des „Kinder- & Familienhauses St.Paul“ in unser Anschlusskonzept bei BERGFR!ED integriert. Das Anschlusskonzept ist Bestandteil unserer Philosophie, allen Menschen in unserer Betreuung entsprechend ihrem Alter, ihrem individuellen Bedarf und ihrem Entwicklungsstand das passende ambulante oder stationäre Konzept zu bieten.

mehr lesen
BetreuungsumfangWir schließen mit unserer „Mutter/Vater-Kind-Wohngemeinschaft St.Paul“ die Betreuungslücke zwischen einer 24-Stunden-Betreuung im Mutter-Kind-Haus und der aufsuchenden Unterstützung durch unser Angebot Betreutes Mutter/Vater-Kind-Wohnen.

Dementsprechend ist auch der zeitliche „Vor-Ort“-Betreuungsumfang konzipiert: der Betreuungsumfang in der „Mutter/Vater-Kind-Wohngemeinschaft St.Paul“ beträgt ca. 12-14 Anwesenheitsstunden in der Gruppe durch eine Fachkraft täglich. Die Anwesenheitszeiten werden nach Bedarf mit den Familien geplant. Bei Nichtanwesenheit der Fachkräfte stehen die Fachkräfte den Familien rund-um-die-Uhr rufbereit zur Verfügung.mehr lesen
Mutter/Vater-Kind-Wohngemeinschaft St.PaulDie „Mutter/Vater-Kind-Wohngemeinschaft St.Paul“ befindet sich barrierefrei zugänglich im „Kinder- & Familienhauses St.Paul“. In der Gruppe ist auf über 250qm Wohnfläche Platz für vier Familien.
Die alleinerziehenden Eltern bewohnen mit ihrem Kind ein Zwei-Raum-Appartement mit separater Dusche und Toilette (ca. 34 qm). Alle Eltern teilen sich gemeinsam die Wohn-Ess-Bereiche. Zusätzlich befinden sich in der Gruppe ein Büro der Fachkräfte und ein großes Trainingsbad, das von Fachkräften und Eltern zum Einüben der Säuglings- und Kinderpflege genutzt wird.
Im Haus befinden sich der Wäscheraum und die Kreativ- und Besprechungsräume.

Im Rahmen des Gesamtkonzeptes „Kinder- und Familienhaus St.Paul“ können sich die Eltern bei Bedarf zusätzlich an die Fachkräfte in der Kinderwohngruppe im Obergeschoss des Hauses wenden.

Die hauswirtschaftliche Versorgung der Gruppe gewährleisten die Familien gemeinsam mit den Fachkräften entsprechend unserem phasengeleiteten Vorgehen.
Die Eltern reinigen unter Anleitung der Fachkräfte ihre Appartements und die Wohn-Ess-Küche selbständig. Für die Gemeinschaftsräume und Flure stehen zusätzlich Reinigungskräfte zur Verfügung.
Gemeinsam mit den Eltern sorgen die Fachkräfte für den Einkauf der Lebensmittel, der Pflegeartikel und des übrigen Wirtschaftsbedarfs.
Die Mahlzeiten bereiten die Eltern unter Anleitung der Fachkräfte selbstständig zu. mehr lesen
Betreutes Wohnen für Mutter/Vater-KindDas Anschlusskonzept bei Bergfried sieht vor, jedem jungen Menschen für seine Bedürfnisse das passende Konzept zu bieten. Die jungen Familien der Mutter/Vater-Kind-Wohngemeinschaft können bei ausreichend vorhandener Selbständigkeit, unter Berücksichtigung der Hilfeplanung, in das Betreute Einzelwohnen für Mutter/Vater-Kind unserer Einrichtung oder die ambulante Unterstützung (Sozialpädagogische Familienhilfe) wechseln.
Wie bei Bergfried üblich, profitieren die ins Betreute Einzelwohnen wechselnden jungen Menschen von erlebten und gewachsenen Strukturen in der Einrichtung.

Die Wohnungen für die jungen Familien werden in der Regel auf dem freien, örtlichen Wohnungsmarkt angemietet. Für Übergangs- und Trainingszeiten können die jungen Familien auch unsere Trainingswohnung im Kinder- & Familienhaus St.Paul nutzen.

Die jungen Familien werden im Rahmen von Fachleistungsstunden betreut. Das monatliche Fachleistungsstundenbudget wird im Rahmen des Hilfeplanverfahrens gemeinsam festgelegt.
Rufbereitschaft ist Tag und Nacht, auch an Wochenend- und Feiertagen durch das Team „Betreutes Wohnen“ gewährleistet.mehr lesen
Familienstelle Becker - KriseninterventionDie „Familienstelle Becker“ steht ausschließlich zur Betreuung eines Kindes in Krisensituationen aus unserer Mutter/Vater-Kind-Wohngemeinschaft zur Verfügung. Die Unterbringung in der „Familienstelle Becker“ wird in der Regel dann erforderlich, wenn die Eltern die Betreuung und Versorgung ihres Kindes in unserer Mutter/Vater-Kind-Wohngemeinschaft nicht mehr (selbstständig) erfüllen können.
Die Unterbringung in der „Familienstelle Becker“ ist als Krisenintervention vorgesehen, um dem Kind in einer Notsituation einen geeigneten und geschützten Lebensort zu bieten, bis eine andere, langfristige Unterbringungsperspektive wieder bereit steht bzw. gefunden ist.mehr lesen